Schulprogramm

Schulprogramm (12)

Exkursion nach Helgoland vom 15.06. – 19.06.2015

Wir, der Naturwissenschaftskurs der Jahrgangsstufe 9, waren eine Woche auf einer Forschungsreise auf Helgoland. Begleitet wurden wir von Frau Stark, Herrn Dr. Hellwig und einem Freund von Herrn Dr. Nitsch, Herrn Heinz Kiko.

Nach einer vierstündigen Busfahrt und einer dreistündigen Überfahrt mit der Fähre kamen wir am Montag gegen 14:00 Uhr endlich in der Jugendherberge an. Nachmittags lernten wir die Leiterin des Schülerlabors vom Alfred-Wegener-Instituts, Frau Brigitte Harth, kennen und erhielten eine erste Laboreinführung. Mit einem Spaziergang über die Insel und einem Abendessen in der Jugendherberge endete der erste Tag für uns.

Dienstagmorgen trafen wir uns im Schülerlabor und erhielten eine Einführung in das anstehende Projekt „My Ocean Sampling Day“. An diesem Projekt nehmen weltweit Meeresbiologen und Bürger teil, die Wasserproben nehmen, um daraus die Biomasse zu filtern. Diese werden jedes Jahr am gleichen Tag in aller Welt entnommen und Daten (z. B. Salinität) miteinander verglichen. Nachmittags erkundeten wir die Düne, ein abgetrennter Teil Helgolands. Große Freude bereitete uns der Anblick der Seehunde und Kegelrobben, die sich am Strand sonnten. Auf der Düne erstellten wir ein Strandprofil, welches Aufschluss über die Veränderung, also den Auf- und Abbau des Strandes durch die Gezeiten oder Sturmfluten geben sollte. Auch diese Daten wurden mit vorheri-gen Messwerten verglichen, so dass wir eine Übersicht über Veränderung des Strandprofils der letzten Jahre erhielten. In diesem Zusammenhang nahmen wir Bodenproben, die wir am Mittwochmorgen näher untersuchten: Diese wurden nach Sandkorngrößen „sortiert“ und dann der jeweilige Anteil berechnet. Auch diese Auswertung der Proben diente einer Langzeitstudie zur Veränderung des Strandprofils.

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Großer Erfolg des Heinrich-Heine-Gymnasiums

Auszeichnung als Referenzschule NRW

Das Heinrich-Heine-Gymnasium hat eine weitere Auszeichnung durch das Schulministerium erhalten. Auf der Landestagung „Zukunftsschulen NRW“ am 3. April 2014 in Essen konnte die Kollegin Kleiböhmer für unsere Schule vor den Vertretern von 300 nordrhein- westfälischen Schulen aus der Hand der Ministerin, Frau Löhrmann, das Schuld in Empfang nehmen, das uns und den Besuchern des Heinrich-Heine-Gymnasiums bereits am Eingang signalisieren soll, dass diese Schule besondere Leistungen erbringt. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung findet unser Coachingkonzept so überzeugend, dass es uns eine Vorreiterrolle in diesem Bereich attestiert.

Frau Kleiböhmer  (2. v. r.) mit den Vertretern weiterer Referenzschulvertreter auf der Landestagung „Zukunftsschulen NRW“ am 3. April 2014 in Essen

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Vernetzung im Stadtbezirk Mengede im Übergang von der Primarstufe zur Sekundarstufe I

Das Heinrich-Heine-Gymnasium im Netzwerk mit den anderen Schulen im Stadtbezirk

Schulen im TeamDas Gesamtnetzwerk (NW 11a und NW11b) hat sich das Ziel gesetzt, durch Vernetzung die Bildungslandschaft im Stadtbezirk Mengede gemeinsam weiter zu entwickeln. Im Netzwerk 11a erarbeiten und entwickeln die Grundschulen und die Sekundarschule Westerfilde gemeinsam ein Konzept für den Übergang in die Sekundarschule. Im Mittelpunkt steht dabei die Erarbeitung eines gemeinsamen Wissens über die Schülerinnen und Schüler, das durch Hospitationen und Gespräche zwischen den Lehrerinnen und Lehrern der abgebenden Grundschulen und der Sekundarschule erlangt werden soll. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Information und Beratung der Eltern. Das Übergangskonzept wird nach zwei Jahren ausgewertet und für die Weiterentwicklung evaluiert. Netzwerk 11b nahm im Schuljahr 2013/2014 seine Arbeit auf. Hier liegt der Schwerpunkt darauf, für alle Beteiligten (Familien, Schulen) kompetente Entscheidungsgrundlagen für Übergänge innerhalb von Mengede zu erarbeiten. Beide Unternetzwerke kooperieren eng miteinander und treffen sich jeweils einmal im Schulhalbjahr zur Abstimmung.

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Das Schulzeitkonzept am Heinrich-Heine-Gymnasium

0. Einleitung

Das traditionelle Verständnis von Unterricht und schulischem Lernen bezieht sich auf die Zeit, in der vom Lehrer geleiteter Unterricht verläuft. Alle Abweichungen von dieser Situation werden als defizitär betrachtet (z.B. Unterrichtsausfall, Vertretungsunterricht usw.).

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Schulprogramm

Die Schulprogrammarbeit am HHG ist ein dynamischer Prozess. Es entwickelt sich fortwährend auf der Basis der Leitsätze der Schule und der hieran anknüpfende Zieldefinitionen. Entwicklungsträger der Schulprogrammarbeit sind einerseits die Steuergruppe, die im Zusammenhang des Korrespondenzschulprozesses gegründet wurde und die professionellen Lerngemeinschaften (PLG), die sich als Ergebnis einer kollegiumsinternen Fortbildung im Frühjahr 2007 gebildet haben. Diese den Entwicklungsprozess am HHG unterstützenden formellen und informellen Gruppen sind im Kollegium anerkannt und geben dem Gesamtprozess wichtige Impulse. Als Schnittstellen zu den verschiedenen Mitwirkungsgruppen stellen sie einen unverzichtbaren Transmissionsriemen der Schulprogrammarbeit dar, der sicherstellt, dass die Interessen aller in den Gesamtentwicklungsprozess einfließen können.

Die von der Schulaufsicht seit dem Jahr 2000 eingeforderten Berichte über den Stand der Schulprogrammentwicklung sind auf ihre zentralen Aussagen hin fokussiert und auf einen lesbaren Umfang hin zusammengestellt worden.

pdfSchulprogramm 2012 - Schuljubiläum31.21 MB

pdfSchulprogramm 2005704.04 KB

pdfSchulprogramm 2000284 KB

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Nachgedanken

Überprüfung und Weiterentwicklung des Schulprogramms

Das Schulprogramm soll Arbeitsgrundlage aller am Bildungsauftrag der Schule beteiligten Personen und Gruppen sein und diese verpflichten, die festgelegten Ziele und Vorhaben umzusetzen und den Grad der Umsetzung regelmäßig zu überprüfen.

Eine Überarbeitung erfolgt ggf. bis zum Jahr 2003.

Das beschlossene Schulprogramm ist Ausgangspunkt für die von der Schule selbstgesteuerte Weiterentwicklung schulischer Arbeit.

Die regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit des Schulprogramms ist vor allem Aufgabe des Lehrerkollegiums (besonders der Fachkonferenzen), aber auch der Schülerschaft und der Elternschaft.

Externe Betreuung durch die Schulaufsicht ("Dialog") und schulfremde Fachleute kann ggf. die interne Überprüfung ergänzen.

Die Schulkonferenz kann zur regelmäßigen internen Qualitätskontrolle einen "Überprüfungsausschuss Schulprogramm" einrichten, dem Vertreter des Kollegiums und der Eltern- und Schülerschaft und der Schulleitung angehören, oder in regelmäßigen pädagogischen Konferenzen jährlich Arbeitsschwerpunkte festlegen und überprüfen und dann Sachgebiete und Ergebnisse den Schulgremien schriftlich zur weiteren Beratung und Bearbeitung vorlegen, damit notwendige Änderungen beschlossen werden können.

Für die Umsetzung der im Schulprogramm vereinbarten fachlichen, fachübergreifenden, fächerverbindenden und methodischen Ziele sind vor allem die Fachkonferenzen zuständig.

Durch regelmäßige Beratung über Gegenstände der Fachcurricula S I und S II und der ergänzenden schulinternen Richtlinien, Lehrpläne und Prinzipien soll die Qualität der schulischen Arbeit gesichert, weiterentwickelt und gefördert werden.

Von der Schul-Konferenz am 13. Dezember 2000 verabschiedet.

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Lernziele und ihre Umsetzung

  Ziel Begründung Konkrete Umsetzung /Beispiele
1.0      
1.1.1 Lernkompetenz aufbauen

- fachliche Basisqualifikationen erwerben
Wissenschaftlich Denken und Handeln erfordert das Verfügen über Informationen und strukturiertes Wissen, aber auch den gesicherten Umgang mit Lern- und Arbeitstechniken. Schwerpunktbildungen werden dabei ermöglicht.

Jeder Schüler soll neben Deutsch mind. zwei weitere Sprachen beherrschen."Lernen in Europa" erfordert jedoch die Kenntnis von drei und mehr Sprachen. Als dritte und vierte Fremdsprache werden angeboten Französisch/Russisch (in Kl.9) bzw. Französisch/Russisch, Griechisch, Hebräisch und Italienisch z.T. in zentralen Kursen (in Jg 11).
Die Fachkonferenzen entwickeln in Einklang mit den Richtlinien schulinterne Curricula SI und S II. Prinzipiell lassen sich drei Ausbildungswege mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der Sekundarstufe I erkennen:
  • sprachlicher Schwerpunkt: E ab 5; L/F ab 7, F/R ab 9, F/R ab 11
  • gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt: E ab 5, F/L ab 7, E/GE/EK/PK oder Sowi oder Wirtschaftswissenschaft ab 9
  • mathematisch-naturwissenschaftlicher Schwerpunkt: E ab 5, F/L ab 7, oder BI/CH oder BI/SP oder M/IF ab 9
Klassenarbeiten: 6 in Kl.5-8, 5 in Kl. 9 und 10, Klausuren (Jg.11-13.1): 2 pro Halbjahr Parallel-KA bzw. Klausur in Kl. 7 und 10 und Jg 11.2 - Praktikumsbericht in Kl.9, Facharbeit in Jg 11 und 12.2 (statt 1. oder 2.Klausur), Projektarbeit (als Gruppenarbeit) in Jg 13.1
1.1.2 Informations- und Kommunikations-technologien einsetzen und fördern In der Informationsgesellschaft wird es immer einfacher, sich Informationen zu beschaffen (CD - ROM, Internet; Video / Fernsehen ); die Bewertung und die kritische sinnvolle Verarbeitung der Informationsfülle wird dagegen immer schwieriger. Hierfür notwendige Grundkenntnisse sollen jedem Schüler vermittelt werden.
Im Sinne des vernetzten Denkens ist die Mitarbeit der traditionellen Fächer hierbei notwendig.
Interessierte Schüler können Spezialwissen im Bereich Mathematik / Informatik erwerben.
Vermittlung von Grundkenntnissen

PC Einsatz in den Fächern / Bereichen / Klassen (z.B.):
  • Mathe: grafische Darstellungen
  • IKG/IT in Kl. 8 (Informations- u. kommunikationstechnolog. Grundbildung 7-9, Schwerpunkt 8)
  • Deutsch 9/10 : Zeitungsprojekt
  • Mathe 11: Funktionsgraphen
  • Physik 11: Messdatenauswertung
Vermittlung von Spezialkenntnissen
  • IKG in Kl. 8 (Schülerinnen und Schüler getrennt)
  • Differenzierungskurse 9/10
  • Grundkurse Informatik in der Oberstufe, auch als Abiturfach
  • Kooperation mit dem Lehrstuhl Physik der Universität Dortmund
  • Kooperation mit dem Fraunhofer Institut (ISST)
1.2 problemorientiert denken und interdisziplinär handeln Zur Auseinandersetzung mit (Alltags-) Problemen Strategien Entwickeln und einüben - dazu Kreativität, Eigenverantwortung und Eigentätigkeit. Erweiterung des fachlichen Lernen durch Lernen in Projekten in großer Vielfalt möglich Projektarbeit fachübergreifend und fächerverbindend, z.B. Projekte, (Projektwoche pro Klasse oder Klassen- /Jahrgangsstufe mind. 2 Fächer x + y (+ z, z. B. D + BI : Fauna/Tiere in der Literatur oder D + MU: Balladenvertonung)

oder Kolonialismus, Rassismus, Experimente in den Naturwissenschaften.

Vgl. auch allgemeine/übergeordnete Unterrichtsprinzipien/Bereiche/Themen, z.B. politische, Sexual- und Anti-Drogen-Erziehung (Aids-Aufklärung, Suchtgefahren)
Menschenrechte, Europa., Rassismus, Extremismus, Anti-Gewalt- und Friedens-Erziehung

Facharbeiten (11.1:D, 12.2: Abiturfächer) Projektarbeit (13.1)
1.3 methodisch arbeiten Fachliches und interdisziplinäres Lernen:

Organisation der Arbeit im Kleinen, und Umgang mit modernen Medien.
  • Pro- und contra-Argumente sammeln und formulieren
  • Signalwörter und Leitbegriffe markieren
  • Überschriften formulieren
  • Kernaussagen in Stichpunkten darstellen
  • Hefte und Arbeitsmappen führen
  • Arbeitsmaterialien zusammenstellen
  • Lerntechniken (z.B. Lernen von Vokabeln, Gedichten)
  • Umgang mit Texten und non-verbalen Materialien (z.B. Tabellen, Grafiken, Versuchen)
  • Hausaufgaben und Hausarbeiten (Fach- und Projektarbeiten) organisieren
1.5 außer-unterrichtliches Lernen pflegen Schule ist kein geschlossenes System. Sie muss sich an der Gesellschaft orientieren und zu ihr in eine Wechselbeziehung treten.

Lernen am anderen Lernort
  • Besuche/Exkursionen
    z.B.Kindergärten, Seniorenheime Behinderten-Schulen und Werkstätten Gerichtsverhandlungen Justizvollzugsanstalten Erkundungen von Betrieben, Institutionen, Hochschulen
  • Arbeitsgemeinschaften
    z.B. Theater, Bühnenbau, Biologie, Kunst, Seidenmalerei, Musik: Chor / Orchester, Israel, Sport u.a.
  • Seminare
    z.B. Energie, Wasser, Zoo-, Grüne Schule, Friedens-Erziehung (Deutsche Kriegsgräberfürsorge)
  • Fahrten
    Klassen / Jahrgangsstufe 6, 10, 12 Wander- und Studienfahrten
  • Schüleraustausch:
    Amiens seit 1979 (Edouard Gand) Netanya seit 1983 Schule Leibowitz)
  • Teilnahme an Wettbewerben/ Wettkämpfen z.B.:
    Vorlesen Fremdsprachen Mathematik Informatik Jugend forscht Sport, Schach
1.6.1 Verantwortung für die Umwelt verstärken Erhaltung und Gestaltung einer lebenswerten Umwelt und verantwortungsbewusster Umgang mit Räumen und Ressourcen, unseren Lebensgrundlagen, als dringende Aufgaben Das Heinrich-Heine-Gymnasium als Mitglied des "Netzwerks Umweltkontaktschulen" mit Schwerpunktthemen, z.B.
  • Energie (nachwachsende Rohstoffe)
  • Naturschutz (Biotop-Arbeit)
Behandlung dieser und anderer Themen zur Umwelt im Unterricht aller Fächer, besonders in Differenzierungskursen 9/10 und in Kursen der Oberstufe, besonders der Gesellschafts- und Naturwissenschaften

Vgl. auch Unterricht am anderen Lernort: (s.o.)
1.6.2 eine positive Einstellung zur Natur und Umwelt erhalten und weiterentwickeln Erhalten und Fördern der positiven Einstellung der Schüler/ innen in Klasse 5 zu Natur und Umwelt auf den Grundlagen der Grundschule: aus Freude an der Natur zur Verantwortung für Natur und Umwelt Besuch des Schulbiologischen Zentrums (Grüne Schule, s.o.)
1.6.3 praktischen Arten- und Umweltschutz einüben Kenntnisse von Natur und Umwelt, von Artenvielfalt und wechselseitiger Abhängigkeit und Funktionsweisen innerhalb der Ökosysteme als Voraussetzungen für Schutz und Erhaltung der Natur Bio - AG der Klassen 5-10: Behandlung und Präsentation unterschiedlicher Schwerpunktthemen

Vgl. Biotop und Schulhof-Gestaltung (Kräuterspirale)
2.1 Schule als Lebensraum gestalten Unsere Schule ist ein für alle am Lernprozess Beteiligten ein eigener Lebensraum

Die unterschiedlichen Lebenswelten und Erfahrungen von Schülern, Eltern und Lehrern sollen zu einer freundlichen-, offenen-, kooperativen-, gedeihlichen Lernatmosphäre führen, um die notwendige Identifikation mit der Schule und die gemeinsame Gestaltung des Schullebens zu ermöglichen.
Gemeinschaftliche Arbeit
  • in schulischen Gremien, z.B.
  • Fach- und Schulkonferenz
  • in der Schülervertretung (SV) nach SchMG
  • bei Arbeitsgemeinschaften
  • in den Schülerbüchereien
  • in Kunst-Ausstellungen und Kunst-Galerie
  • bei der Klassenraum, Schul- und Schulhofgestaltung
  • im Förderkreis
Gemeinsame Gestaltung von Festen
  • Klassen- und Stufenfeste
  • Sportveranstaltungen - Turniere
  • (z.B. auch der Ehemaligen
  • Theater-, Tanz, Musik-Abende
Gemeinsame Präsentation der Schule
  • im Jahresbericht
  • auf der Homepage
  • bei Ehemaligentreffen mit Sportturnieren, Berufsberatung, Abendtreff
  • am Tag der offenen Tür
  • auf Elterntreffen in den Grundschulen
Weitere Aktivitäten
  • Durchführung von 13 plus
  • Vermittlung von Nachhilfe durch die SV
  • Sozialberatung (incl. Drogenberatung, Aids-Aufklärung, Streitschlichtung)
  • Kriminalpräventiver Rat
2.2.1 Sozialkompetenz aufbauen

(Stadt Dortmund, Land NRW, Bundesrepublik Deutschland)

Sozialtraining und Sozialtraining 5 und 6 (und 7 bis 10)
Garanten unseres demokratischen Gemeinwesens: sozial denkende und handelnde Menschen und Bürger, aktive Mitarbeit bei der Gestaltung unserer Gesellschaft und unseres Staates Die Schule als Medium vielfältiger Erkenntnisprozesse und Handlungsanlässe zur Einübung sozialer und demokratischer Verhaltensweisen Zielsetzung: gegenseitige Achtung und Toleranz, Solidarität und Hilfsbereitschaft, Kommunikation und Teamfähigkeit und bei den Schülern Entwicklung von Verantwortungsgefühl für die Schule als Ganzes und von Fähigkeit zur gewaltfreien Lösung von Konflikten Lernformen
  • durch Beteiligung der Schüler an der Planung und Durchführung
  • von Unterrichtsvorhaben / Schul- und Stufenfesten / Wandertagen und Schulfahrten u.a. Schulveranstaltungen
  • durch Mitarbeit, Mitwirkung und Mitbestimmung der Schüler/innen:
  • (vgl. auch SV nach SchMG)
Mitarbeit, z.B. bei
  • Dreizehn plus (Betreuung von Hausaufgaben u.a.)
  • Verwaltung der Schülerbüchereien
  • bei der Öffentlichkeitsarbeit der Schule
  • Pausenradio
  • Sport -Turnieren und Bundesjugendspielen
bei Durchführung
  • von Aktionen zur Verschönerung der Schule und des Schulhofes vgl. Bio-AG: Biotop, vgl. auch Advent-Basar
durch den Einsatz von Schülern
  • (als Streitschlichtern bei Konflikten)
  • beim Schulsanitätsdienst
  • Sozialtraining / Sozialberatung 5/6 (und 7 - 10, 11 - 13)
2.2.2 Selbstbewusstsein und Identität entwickeln Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kommunikation mit anderen als Voraussetzungen für selbstständiges Handeln
  • Orientierungsstunde Kl. 5 und ggf. 6
  • Sozialtraining (s.o.)
  • Vortragen von im Unterricht oder in Hausarbeiten Erarbeitetem vor der Klasse, Jahrgangsstufe oder der Schulgemeinde
  • Wahrnehmung von Klassensprecheraufgaben
  • u.a. SV-Aufgaben
2.2.3 vereinbarte Regeln akzeptieren Bewusstsein von Freiheit und ihrer Grenze bei der Freiheit des Anderen als Grundlage der Freiheit

Aufstellen und Einhalten von Regeln und gegenseitige Rücksichtnahme als Sicherung der Freiheit
  • Klassenregeln
  • Hausordnung Rechtskunde-Ag
2.2.4 Entscheidungen treffen können Berücksichtigung gesellschaftlicher Hintergründe und Folgen sowie persönlicher Belange bei privaten, beruflichen und öffentlichen Entscheidungen Berufsorientierung bzw. Berufswahlorientierung (9/10,11-13)
  • Schülerbetriebspraktikum mit Praktikumsbericht in Kl. 9
  • Erkundungen von Betrieben,
  • Institutionen und Hochschulen (11-13)
  • Besuche im Arbeitsamt/BIZ
    (Kl. 10/12)
  • Berufsberatung mit Arbeitsamt und Ehemaligen
  • Bewerbungstraining
  • Teilnahme an Veranstaltungen der UNI Dortmund
Orientierung in der Gesellschaft
  • Sozialtraining und Sozialberatung
  • Sozialberatungs-Team
    (Schulzentrum Nette)
  • Sozialberatung: Gewalt- und Drogenprävention (Kl.7)
  • Aidsaufklärung (Kl.7)
2.2.5 Empfindungen ausdrücken wollen und können Denken und Fühlen als Wesenzüge des Menschen Präsentationen von Aktivitäten, Projekten, (Fach-)Arbeiten, Beiträgen, z.B. Theater, Kunst (Ausstellungen/Galerie), Musik (Konzerte), Naturwissenschaften, Sport
2.3 Interkulturelle Kompetenz entwickeln Internationalisierung und Globalisierung unserer Lebenswelt und damit auch der Berufswelt:
Notwendigkeit sprachlicher Fähigkeiten und der Toleranz dem Anderen gegenüber

2 Fremdsprachen
+ 3. und 4. Fremdsprache (s.o.)
Sprachliche Schwerpunkte
  • Englisch ab Klasse 5
  • Latein oder Französisch ab Klasse 7
  • Französisch oder Russisch
  • ab Klasse 9
  • Latein, Französisch oder Russisch ab Jg. 11
Austauschprogramme/ Partnerschaften
  • mit Lycée Edouard Branly (früher auch L.E.Gand) in Amiens (F) seit 1979
  • mit ORT-Schule Leibowitz in Netanya (Israel) seit 1983
  • (mit einer Schule in Großbritannien oder Irland angestrebt)
Anleitung zur Toleranz

Friedenserziehung (Projekt)

  • (in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kriegsgräberfürsorge)
  • Integration von Schülern aus anderen Ländern und Kulturen (Aussiedler, Kontingentflüchtlinge, Ausländer)
       
3 Inter- und außerschulische Kontakte knüpfen und pflegen Darstellung der schulischen Attraktivität nach außen

Vermittlung von Selbstbewusstsein in der Öffentlichkeit und in öffentlichen Diskussionen
  • Öffentlichkeitsarbeit / Medien
  • Aktion "Zeitung in der Schule"
  • Kontakte zu Grundschulen,bes. Bodelschwingh, Mengede (Regenbogen- und Overberg-GS), Nette (Schopenhauer-GS), Oestrich (Schragmüller-GS), Westerfilde (Westhausen-GS)
  • Hauptschulen (besonders Nette, Mengede, Westerfilde,
  • Realschulen (besonders Albert-Schweitzer-RS), Gymnasien (bes. Bert-Brecht-G., Reinoldus-Schiller-G.)
  • Gespräche, Hospitationen, gemeinsame Konferenzen (besonders wegen möglicher Übergänge in und nach der Erprobungsstufe)
  • Kontakte zum Studienseminar
  • Kontakte zur Universität (z.B. Fachbereich Physik, Lehrstuhl Didaktik der Physik))
  • Kontakte zum Fraunhofer- Institut (ISST)
  • Kontakte zur VHS
  • Kontakte zur ZVS
  • Kontakte zu den Kirchen und der Jüdischen Kultusgemeinde
  • Kontakte zu Sport-, Musik- u.a. Vereinen
  • Kontakte zur Auslandsgesellschaft
  • Kontakte zur Bezirksvertretung Mengede
  • Kontakte zu Mitgliedern des Rates der Stadt Dortmund, des Land- wie des Bundestages
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Neue Lehrerrolle

Die Grundbedingung für den Erfolg von Selbstlernkonzeptionen stellt die Qualität der pädagogische Beratung dar. Dabei geht es im Wesentlichen um

  • Hilfe bei der Organisation von wissenschaftlichen/ wissenschaftspropädeutischen Arbeitsprozessen
  • Hilfe beim Umgang mit Medien, Materialien und Informationen
  • Lernberatung

Zu häufig unterschätzen wir Lehrenden die fehlende Erfahrung der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung von wissenschaftlichen bzw. wissenschaftspropädeutischen Arbeitsprozessen. Hier liegen die Probleme oft schon in den ersten Schritten. Der Misserfolg des Selbstlernens wird gleichsam programmiert, wenn das angedachte Projekt ohne Orientierungsphase und Arbeitskonzeption startet.
Darüber hinaus brauchen die Schülerinnen und Schüler Unterstützung bei der Wahl der richtigen Literatur und der Übungsmaterialien. Sie brauchen technische Hilfe beim Umgang mit Versuchsmaterialien, neuen Medien und Informationsquellen. Ohne praktische Lernbegleitung können erhebliche Schwierigkeiten bei der Bearbeitung der Materialien oder Versuche genauso wie bei der Auswertung der Messungen oder der Evaluation des Gelernten entstehen.
Die Lernberatung geht über die reine Prozesshilfe hinaus. Sie zielt darauf ab, die Selbstlernkompetenz der Schülerinnen und Schüler im Bereich von Einstellungen und Haltungen auszubilden. Hier geht es insbesondere darum, die Selbstreflexion der Lernenden anzuregen und das Nachdenken über das eigene Lernen in Gang zu setzen, um individuelle Lernwege zu finden.
Lernberatung bedeutet in dieser Perspektive also, die Lernenden anzuregen und zu ermutigen

  • darüber nachzudenken, wie bisher gelernt wurde
  • neue Lerntechniken und –wege auszuprobieren
  • sich eigene Arbeitsziele zu setzen
  • ihre eigene Leistung im Hinblick auf Arbeitserfolg und Lerntempo im Vergleich mit anderen kritisch zu reflektieren

Aus diesem Aufgabenprofil ergeben sich für die Lehrenden veränderte und z.T. erweiterte Rollen- und Qualifikationsanforderungen.

  • Aufbauend auf den vorhandenen Kompetenzen im fachlichen wie im kommunikativen Bereich wird sich der Prozess der Rollenveränderung bzw. –erweiterung im Zuge des Erfahrungszuwachses im Zusammenhang mit der Durchführung und Begleitung von Selbstlernprozessen entwickeln.
  • Darüber hinaus ist es im Sinne der Ressourcenökonomie aber wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen von anderen lernen können, die bereits mehr Erfahrungen mit Selbstlernzentren und Selbstlernmaterial haben. 
  • Auch muss den Lehrenden die Möglichkeit gegeben werden, sich umfassendere Kompetenzen im Bereich der neuen Medien verschaffen. Hier besonders im Bereich des intranetgestützten kollaborativen Arbeitens.
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Unterrichtsentwicklung: Selbstlernkonzept

Was verstehen wir unter „Selbstlernen“

In den Schulen und besonders am HHG sind Selbstlernprozesse weder neu noch etwas Besonders. Selbsttätiges und selbstständiges Lernhandeln sind integraler Bestandteil des alltäglichen Unterrichtsgeschehens wie z.B. selbstständiges Anfertigen der täglichen Hausaufgaben, Einzel- und Gruppenarbeitsphasen im Unterricht, Erstellung von Facharbeiten, Lernen in Projekten usw.
Das Konzept des Selbstlernens geht allerdings über diese Ansätze hinaus. Es pointiert in besonderer Weise den Aspekt der „Selbstständigkeit“ schulischer Lernprozesse und zwar auf inhaltlicher wie struktureller Ebene. Die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler für ihr Lernhandeln steigt dabei sowohl im Bereich der inhaltlichen Konzeptionierung, der Durchführung und Sicherung des Lerngeschehens wie der zeitlichen und räumlichen Organisation des Prozessverlaufs.
Dadurch erfahren die traditionellen Rollenmuster von Schülern wie Lehrenden in Teilen eine deutliche Umakzentuierung. Während die Schülerinnen und Schüler ihre eher rezipierende Haltung aufgeben müssen, geht es bei den Lehrenden darum, ihre Funktion als Wissensvermittler und Gestalter von Lehr-Lern-Prozessen zu modifizieren. Von ihnen muss erwartet werden, dass sie die Rolle des Prozessbegleiters einnehmen, mithin einerseits „Seniorpartner“ in einem Lernprozess zu sein, dessen Verlauf und Ergebnis zu Beginn nicht in allen Details absehbar ist, andererseits aber die Progression des Lernprozesses für den Einzelnen und die Lerngruppe insgesamt sicherzustellen.
Unter „Selbstlernen“ müssen wir also Lernprozesse verstehen, die vom Grundsatz her ergebnisoffen sind, auf selbstständigem – in Unterscheidung zu selbsttätigem - Handeln von Schülerinnen und Schülern beruhen, von Lehrkräften begleitet und später in den Unterricht der Lerngruppe reintegriert werden und auf Zeit die strukturellen Vorgaben des Unterrichtsalltages – wie z.B. Teilnahmepflicht am Fachunterricht, Erledigung von Hausaufgaben usw. – verlassen. Das setzt einerseits voraus, dass entsprechend ausgestattete Räume bereitgestellt werden, sogenannte „Selbstlernzentren“, andererseits von der Schule die notwendigen inhaltlichen und organisatorischen Entscheidungen getroffen und kodifiziert werden.

Welche Ziele verfolgen Selbstlernprozesse?

 Das Konzept des Selbstlernens reagiert im Besonderen auf drei zentrale Forderungen an gymnasiale Bildung, wie sie heute, auch angesichts der Ergebnisse internationaler Vergleichstudien, zunehmend pointierter formuliert werden:

  1. Mündigkeitserziehung, als integraler Bestandteil der Richtlinien sowohl der Sek I wie der Sek II
  2. Gleichgewicht zwischen Fordern und Fördern, im Sinne des Ausgleichs des existierenden Balancedefizits zu Ungunsten der Komponente „Leistungsforderung“
  3. Anpassung schulischer Bildung an veränderte Zeitsignaturen durch Ausbildung von Schlüsselqualifikationen

 

zu 1: Selbstlernen und Mündigkeitserziehung

Selbstlernprozesse ermöglichen eine nachhaltige Ausbildung der Qualifikationsaspekte, wie sie heute im bildungstheoretischen Diskurs einer mündigen Persönlichkeit zugeschrieben werden, nämlich der Sachkompetenz, der Selbstkompetenz und der Sozialkompetenz. Die Einbettung der Selbstlernprozesse in den Gesamtunterrichtsprozess stellt dabei die Orientierung an den wissenschaftspropädeutischen Grundlagen gymnasialer Bildung im inhaltlichen wie methodischen Bereich sicher. Selbstlernprozesse dienen damit einerseits einer angemessenen Verbreiterung und Vertiefung der Sachkompetenz der Schülerinnen und Schüler, verbessert aber anderseits die Fähigkeiten selbstständigen Arbeitens, was nicht nur die methodischen Kenntnisse erweitert, sondern auch positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Persönlichkeit im Sinne der Steigerung der Selbstkompetenz zeitigt. Elemente sozialer Kompetenz werden dadurch gefördert, dass die Selbstlernprozesse nicht nur als Individualprozesse sondern auch als Gruppenprozesse gestaltet werden können, in der Regel durch die eigene Arbeit Verantwortung für die Lerngruppe übernommen wird und in jedem Fall eine intensivere Kommunikation mit der jeweils betreuenden Lehrkraft auf der Basis veränderter Rollenmuster aufgebaut und durchgehalten werden muss.

zu 2: Selbstlernen und Binnendifferenzierung

Selbstlernprozesse ermöglichen die Chance, innerhalb leistungsheterogener Lerngruppen durch Maßnahmen der Binnendifferenzierung die leistungswilligen und leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler deutlich stärker zu fördern, indem sie durch gesonderte oder zusätzliche Aufgaben gefordert werden. Eines der denkbaren Modelle stellt das „Drehtürmodell“ dar, bei dem einzelne Schüler bzw. kleinere Schülergruppen für eine vereinbarte Zeit den Unterricht der Lerngruppe verlassen und ein Selbstlernprojekt durchführen.

zu 3: Selbstlernen und Schlüsselqualifikationen

Selbstlernprozesse sind in besonderer Weise geeignet, Schlüsselqualifikationen wie selbstständiges Entscheiden und Handeln, Kooperationsfähigkeit, Planungs- und Kommunikationsfähigkeit, schnelle Informationsverarbeitung, Selbststeuerung von Lernprozessen, vernetztes Denken, Kreativität und methodische Flexibilität zu schulen.

Verknüpfung mit dem Schulprogramm

Die Einrichtung von Selbstlernzentren als strukturelle Voraussetzung der Durchführung von Selbstlernprozessen am HHG steht damit in direktem Zusammenhang mit wesentlichen schulprogrammatischen Zielen des HHG, wie z.B.

  • Ausbildung von Schlüsselqualifikationen durch ein möglichst breit gefächertes Angebot Spektrums gymnasialer Fächer, Inhalte, Methoden und Lernanreize
  • Erziehung zu Mündigkeit und sozialer Verantwortung auf allen Ebenen schulischen Handelns
  • Stärkung der Selbstkompetenz durch Selbstlernangebote in den verschiedenen fachlichen Bereichen zur Erprobung eigner Fähigkeiten
  • Gleichberechtigte Förderung leistungswilliger und leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler durch binnendifferenzierende Maßnahmen

 

Einrichtung von Selbstlernzentren

 Selbstlernzentren, die als reine Medienzentren konzipiert werden, verlieren sehr oft und sehr schnell ihren Reiz für die Lernenden wie für die Lehrenden. Dies gilt dann in besonderem Maße, wenn die Schülerinnen und Schüler es nicht gelernt haben bzw. es nicht gewöhnt sind, selbstständig zu arbeiten.
Auch die modernen Medien verlieren für viele Schülerinnen und Schüler schnell an Attraktivität, wenn nicht gleichzeitig eine persönliche Betreuung gewährleistet ist. Selbstständiges Lernen kommt ohne Hilfe und begleitende Unterstützung durch die Lehrenden nicht aus. Vielmehr geht es um eine konzeptionell abgesicherte Verknüpfung eigenständiger Leistungserbringung, individueller Beratung und Gruppenarbeit. Die infrastrukturellen Bedingungen im Bereich naturwissenschaftlicher Selbstlernzentren erfordern darüber hinaus Überlelegungen zum Umgang mit Gefahrstoffen und zur Aufsichtsproblematik während der Experimentierphasen.

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