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Laudatio funebris

Fritz Mahlmann (1. Februar 1945 - 26. November 2014)

Aus seinem Leben sind einige Stationen, besonders seine Tätigkeit an unserem Heinrich-Heine-Gymnasium, hervorzuheben.

Nach dem Studium der Romanistik und Anglistik in Münster, einem Auslandsaufenthalt als Fremdsprachenassistent in Calais und dem Referendariat in Dortmund wurde er 1972 einer der „Gründerväter" des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Dortmund-Nette, das vor allem ihm seinen Namen verdankt und deswegen z. B. nicht Rosa- Luxemburg-Gymnasium (damals ein Vorschlag u. a.) heißt.

Ab 1982 war er bis zu seiner Pensionierung 2008 Schulleiter des „Niklas-Luhmann-Gymnasiums" in Oerlinghausen.

Die Anfänge seiner Tätigkeit am Heinrich-Heine-Gymnasium waren für ihn zunächst unbefriedigend. Er fühlte sich unterfordert. So schrieb er in seinem Beitrag „So war's" in der Festschrift unserer Schule zum 25jährigen Jubiläum 1997:

„Als Vollzeitlehrer gab es an der Schule nur mich. Mir blieb eine nicht zu leugnende Unzufriedenheit, denn meine fachwissenschaftlichen Aspirationen wurden im Englischunterricht der drei fünften Klassen des HHG abrupt gestutzt, nämlich durch acht Stunden pro Woche pro Klasse."

Dann leistete er aber wichtige und wesentliche Entwicklungs- und Aufbau-Arbeiten für die Schule, so in seinen Fächern, so als Leiter der Unterrichts-und Stundenplanung und der Verwaltung, so als „Quasi-Quartiermacher" für den Schüler-Austausch mit Frankreich (Amiens) und mit England (Leeds und Swindon), so als Anreger, Ideengeber und Organisator auch von außerunterrichtlichen Veranstaltungen, von Schulfeiern und –Festen. Er prägte das HHG nachhaltig.

Er war ein „Intellektueller" von hohen Graden in positiver Bedeutung: Er besaß den Durch- und den Überblick - auch über die Schullandschaft und vor allem den Witz und die Sprache, war ein Meister des pointierten Wortes und der stilistischen und rhetorischen Mittel, verfügte über bestechende überzeugende Formulierungskünste, um z. B. über die Schule, besonders das Gymnasium, den Unterricht und die Lehrkräfte und deren unterschiedliche Einstellungen zu ihrem Beruf zu sprechen und zu schreiben, so in Artikeln in der Wochenzeitung „DIE ZEIT" und besonders in seinem Bestseller „Pestalozzis Erben". Sein Buch fand ein überaus großes Echo - nicht nur, aber vor allem bei Kennern dieser eigenartigen Welt der Schule.

Er vertrat engagiert immer wieder die Interessen der Schulform „Gymnasium", so mit Beiträgen in den Medien und nicht zuletzt auch als Vorsitzender der „Schulleiter-Vereinigung NRW".

Das Heinrich-Heine-Gymnasium ist ihm für seine Beiträge und Leistungen beim Aufbau unserer Schule zu großem Dank verpflichtet. Er hat sich um das HHG verdient gemacht.
HJB

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