Projekte

Projektkurs Kunst (11)

Gartenspäher in Bodelschwingh

Schloss Bodelschwingh ist ein Kleinod im Norden Dortmunds. Das Wasserschloss mit dem umgebenden Landschaftsgarten befindet sich seit mehr als 700 Jahren in Familienbesitz. Am Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technischen Universität Dortmund wird mit Studierenden ein Konzept erarbeitet, um den Landschaftsgarten in Schloss Bodel¬schwingh als außerschulischen Lernort zu erschließen. Dieses Projekt ist einerseits Teil eines größeren Projekts unter dem Titel „Gartenspäher“, in dem kunstwissenschaftlich fundierte Vermittlungsstrategien für historische Gärten erarbeitet werden. Andererseits beteiligt es sich an „Europa in Westfalen – Spurensuche im Denkmalbestand“. Leitfragen sind: Wie kann dieses Kleinod im Dortmunder Norden seine Besonderheit als Ort lebendiger europäischer Adelskultur erhalten? Wie kann der Landschaftsgarten ein Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche eben diese Adelskultur als bedeutenden Strang europäischer Überlieferung kennen lernen können?

Das Projekt „Gartenspäher in Bodelschwingh“, das auch in den kommenden Semestern fortgesetzt werden soll, ist Bestandteil sowohl des Lehramtsstudiums für das Fach Kunst in allen Schulstufen und Schulformen wie des interdisziplinären Masterstudienganges „Kulturanalyse und Kulturvermittlung“. Angehende Kunstvermittler/-innen erproben die Erkundung des Landschaftsgartens und teilen „in Echtzeit“ ihr Wissen, ihre Seherfahrungen und die Reflexionen über Denkmalwerte mit unterschiedlichen weiteren Akteuren: Zu den Projekttagen vor Ort werden Schüler/-innen verschiedener Dortmunder Schulen eingeladen. Entwickelt werden Choreographien, mit denen der Ort auf eine Weise erschlossen wird, die das „Sharing Heritage“, das gemeinsame Teilen des kulturellen Erbes, unmittelbar erfahrbar macht.

Im Kontext von „Europa in Westfalen“ fanden im Juni 2018 zwei Projekttage statt: der erste mit einem 11. Jahrgang des Heinrich-Heine-Gymnasiums Dortmund und Studierenden aus drei Universitätsseminaren am Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund. Insgesamt erkundeten 101 Personen an diesem Tag den Landschaftsgarten. Der zweite Projekttag war deutlich komplexer. Nicht nur kamen mehr Personen (ca. 130) zusammen, sondern auch mehr unterschiedliche Akteure: Neben den Studierenden der drei kunstwissenschaftlichen Seminare brachten Studierende der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund und der Kunstgeschichte an der Universität Münster (beide Seminare unter Leitung von Dr. Oliver Karnau, LWL-Denkmalpflege) ihre Expertise zu Denkmalpflege und Denkmalschutz in die Diskussionen mit ein. Und auch zwei gänzlich unterschiedliche Schulen waren beteiligt: Die Grundschule Bodelschwingh beteiligte sich mit ihrem dritten Jahrgang. Für diese Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrer/-innen wurde das Schloss in seiner europäischen Kontextualisierung als Part des Stadtteils im Wortsinn verortet. Die zweite Schülergruppe kam von Leopold-Hoesch-Berufskolleg. Die Verbindung zwischen der TU Dortmund und dieser Willkommensklasse kommt durch „TU@Adam’s Corner“ zustande. Adam’s Corner ist ein schulergänzender Bildungsort im Rahmen von „angekommen in deiner Stadt“, ein Programm für junge Flüchtlinge, Vertriebene und Zugewanderte, zu dessen Programm auch die TU Dortmund regelmäßig beiträgt. Die 16-20jährigen Schüler lernten einen neuen Ort in Dortmund kennen und begegneten in den Studierenden annähernd gleichaltrigen jungen Menschen im Gespräch.

Das Projektdesign erlaubte es, die Schüler/-innen in kleinen Gruppen jeweils mit mehreren Studierenden den Landschaftsgarten zu erkunden: Es galt Sichtachsen zu entdecken, die Rolle von Wasser zu besprechen, das Gestalten von Landschaftsbildern durch den Gartenkünstler Eduard Petzold zu verstehen, über Farbkonzepte in der Bepflanzung aufzuspüren sowie über Denkmalwerte, Teilhabe und „Sharing Heritage“ zu diskutieren.

Begleitet wurde der zweite Projekttag von Dr. Oliver Karnau vom LWL-Denkpflege, Dr. Henriette Brink-Kloke, der Leiterin des Denkmalamtes der Stadt Dortmund, Wolfgang Euteneuer, dem Leiter von Adam’s Corner sowie von Livia Rüger vom Referat Hochschulkommunikation der TU Dortmund. Dr. Mireta zu Knyphausen und Felix zu Knyphausen waren die Gastgeber der Gartenspäher in Bodelschwingh. Sie begrüßten und begleiteten die Gartenspäher an ihren Projekttagen. 

Projektleitung:
Prof. Dr. Barbara Welzel, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft, Technische Universität Dortmund. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mitarbeit:
Christopher Kreutchen M.Ed. und Dr. Birgit Franke (Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft, TU Dortmund)

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Denkwerkstatt Museum

Eine Kooperation zwischen der TU-Dortmund, dem Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf (K 20) und dem Heinrich-Heine-Gymnasium

Seit nunmehr fünf Jahren gibt es ein Projekt zwischen den drei Institutionen, das beispielhaft für modernen Kunstunterricht ist und am Dienstag, dem 3.11.2015 in einer Feier in der Reinoldikirche besondere Würdigung erfuhr. Hervorgegangen aus dem Unterricht am Heinrich-Heine-Gymnasium und einem Seminar an der TU-Dortmund mit Frau Prof. Dr. Welzel wird demnächst zum sechsten Mal die „Denkwerkstatt“ durchgeführt.

Die Kunstkurse der Jahrgangsstufe EPH fahren dazu nach Düsseldorf und treffen dort mit Studentinnen und Studenten des Faches Kunst der TU-Dortmund, betreut von Frau Welzel und Herrn Dr. Gliesmann, zusammen. Das K 20 heißt die Gruppe im Forum des Hauses willkommen, Begrüßungsworte des Kunstlehrers H.U. Brenk, von Frau Welzel, Herrn Gliesmann, der Museumspädagogin, Frau Hagenberg, und der Museumsleitung geben dem Tag ein Fundament. Danach werden die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen an vier bis fünf Bilder herangeführt, die ihnen von je zwei Studierenden näher gebracht werden, eben den „Kunstbotschafter“ für diese Bilder.

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Ausstellung der Ergebnisse des Projektkurses Kunst

Am Mittwoch, 26. März stellten die Mitglieder des Projektkurses Kunst Q2 die Ergebnisse ihrer Arbeit des zurückliegenden letzten Schuljahres ihrer Laufbahn in Form einer kleinen, eintägigen Ausstellung im Raum P 01 vor. Heraus kam eine interessante Mischung verschiedener Formen der Präsentation, denen allen gemeinsam das Kursthema zugrunde lag. Behandelt wurde das Thema Architektur mit dem Schwerpunkt Denkmalschutz, bezogen speziell auf die Architektur unserer Stadt Dortmund.

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Impressionen der Aktion „Heinrich- Heine-Gymnasium“ on Wodan Street

Wie bereits im Vorfeld angekündigt, fand am Freitag, 7. März 2014, die feierliche Eröffnung der Kunstausstellung „Heinrich-Heine-Gymnasium on Wodan Street“ statt. Dazu hatten sich neben den Kunstlehrern Brenk, Born, Pappert und Preukschat auch unser Schulleiter Dr. von Elsenau sowie Herr Mönninghoff, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Wodanstraße und gleichzeitig Inhaber der dortigen Apotheke, eingefunden, um bei Gesang und Häppchen den Startschuss für die 14tägige Ausstellung zu setzen.

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Projektkurs Kunst wieder unterwegs

Am Samstag, 12. Januar 2013 trafen sich die Mitglieder des Projektkurses Kunst wieder zu einer Aktion außerhalb der Schule. Während alle anderen das freie Wochenende genießen konnten, war für diese Schülerinnen und Schüler eine lange Sitzung im Dortmunder U eingeplant. Um 11 Uhr waren alle pünktlich da. Frau Bettina van Haaren, Professorin an der TU-Dortmund und dort im Fachbereich Kunst zuständig für Zeichnen und Graphik, empfing alle Anwesenden mit einer kurzen Begrüßung und einigen erklärenden Worten dazu, wie in dem Gebäude versucht werden sollte, perspektivische Architekturzeichnung zu realisieren. Anwesend waren der Kurs des Heinrich-Heine-Gymnasiums, ein Kurs einer Schule aus Lünen und einige Kunststudentinnen und Studenten.

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Projektkurs-Kunst im Dortmunder U

Am Samstag, 1.12.2012 trafen sich die Mitglieder des Projektkurses Kunst um 12 Uhr für ein dreistündiges Seminar im Dortmunder U. Frau Prof. Dr. Welzel von der TU-Dortmund führte die Gruppe nach einigen einleitenden Worten persönlich durch das Gebäude und machte auf besonders bemerkenswerte Stellen aufmerksam, an denen die Verzahnung zwischen der ursprünglichen und der heutigen Funktion des Bauwerkes sichtbar wurde.

Anschließend erläuterte Herr Dobbert, an der TU-Dortmund für den Bereich Fotographie zuständig, wie man sich dem Gebäude mit der Kamera nähern kann. Schließlich, versehen mit einem Arbeitsauftrag, gingen die Teilnehmer allein oder in Kleingruppen durch die Räume und vor das Museum, um sich Notizen zu machen und Bilder aufzunehmen. Herausgekommen sind teils ungewöhnliche Sichtweisen, die in die Projektmappen mit aufgenommen werden. Diese wiederum werden ab dem 6. Juni im U in einer Ausstellung zu sehen sein, zu deren Eröffnung alle Teilnehmer wieder zusammentreffen werden.

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Projektkurs Kunst

Wieder war der Projektkurs Kunst unterwegs. Dieses Mal trafen wir uns in der St. Karl Borromäus Kirche in der Fine-Frau-Straße in Dortmund-Dorstfeld. Diese für das Dortmunder Stadtbild sehr ungewöhnliche Kirche wurde im Jahre 1928/29 erbaut und zeigt den Übergang vom Historismus der vorangegangenen Jahre zur Moderne. Die Architekten Flerus & Konert hatten für diesen Sakralbau einen expressionistischen Baustil gewählt. Auch der Künstler Ludwig Preckel schuf seine Glasfenster in expressionistischem Stil, damit sind sie völlig außergewöhnlich und sehenswert.

Die Mitglieder der Gruppe trafen sich um 10 Uhr am Samstagmorgen und erarbeiteten sich den Kirchenraum, den Pastor Conrad eigens für uns öffnete, in einem sehr umfassenden Sinn. Es wurde viel beschrieben und geschrieben, aber auch genauestens vermessen mit einem extra angeschafften Lasermessgerät. Detail wurden gezeichnet und alle Ausstattungsgegenstände aufgelistet. Von der TU-Dortmund waren zwei Studenten gekommen, die sich an der Arbeit beteiligten. Frau Malik, die eine, erklärte den Zusammenhang zu einem Projekt der Uni und verteilte Plaketten, mit denen alle Kursteilnehmer ab sofort freien Zutritt zum Dortmunder-U haben. Die andere, Frau Gräwe, hatte eine professionelle Fotoausrüstung mitgebracht und machte viele Aufnahmen vom Kirchenbau, aber auch von der Gruppe bei der Arbeit.

Zum Abschluss traf man sich noch einmal, um die Eindrücke auszutauschen, die Ergebnisse zu vergleichen und abzusprechen, was mit dem Material passieren wird, so dass nach gut drei Stunden eine interessante Erfahrung zu Ende ging.

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