MINT

Roboter-AG: „Etwas ganz anderes als der normale Unterricht“

Vorbereitung auf die World Robot Olympiad im Mai

15 Schülerinnen und Schüler hocken in diesen Wochen regelmäßig über LEGO-Baukästen, programmieren an Laptops, kombinieren logisches Denken mit Kreativität. Ihr Ziel ist der Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad (WRO) im Mai. Erreichen sie dort einen ersten Platz, qualifizieren sie sich für das Deutschlandfinale am 19./20. Juni in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle. Den Bundessiegern winkt eine Teilnahme am Weltfinale im November im Emirat Katar.

Es ist Donnerstagmittag: In den frisch renovierten naturwissenschaftlichen Räumen des HHG riecht es noch nach Farbe. Helles Licht fällt durch die Schächte in der Decke – passend zu den weißen Kartons, in denen die kleinen Bauteile und die zentrale Robotereinheit liegen. Laboratmosphäre. Allein die schwarzen Laptops bilden einen Kontrast. In Zweier- und Dreierteams bauen die Kinder und Jugendlichen Sensoren an, programmieren die Funktionen. Ein erster Test: Der Roboter fährt eine festgelegte Entfernung, dreht sich um 180 Grad, rollt die gleiche Strecke zurück – das Ganze drei Mal. Nebenan stoppt ein anderer Roboter, als er einen Karton berührt.

Das alles sind zurzeit noch Grundlagen, aber: „Es ist etwas ganz anderes als der normale Unterricht“, sagt Mike aus dem 8. Schuljahr. Jahrgangsstufen-Kollegin Lara ergänzt: „Ich hab vorher noch nicht so viel mit Computern gemacht. Aber es ist eine andere Art der Programmierung, macht Spaß und darum habe ich beschlossen, mitzumachen.“

Schüler geben Robotern einen Lebensraum

Die kleinen Übungen an diesem Mittag sind erst der Beginn. Beim Regionalwettbewerb im Mai geht es in der Regular Category je nach Altersklasse darum, den Roboter Gegenstände zählen zu lassen, Gegenstände auf einem Parcours zu finden oder auf einen Berg zu transportieren. In der Open Category, für die sich die Mehrzahl der Netter Teams entschieden hat, entwickeln sie einen bis zu zwei mal zwei mal zwei Meter großen Roboter aus unterschiedlichen Baumaterialien, der – so die Aufgabenstellung – den Menschen bei der Erkundung natürlicher Ressourcen in potenziell gefährlichen und unbekannten Umgebungen unterstützt. Aufgabe wird es hier auch sein, dem Roboter mit seinen Funktionen einen „Lebensraum“ zu geben und ihn in eine kreative Geschichte „zu verpacken“.

Hagen Sarx, Informatiklehrer an der Dörwerstraße, leitet die AG. „Spannend ist der Unterschied zum Informatikunterricht. Beim Roboter wird sichtbar, was im regulären Unterricht nur auf dem Bildschirm stattfindet.“ Ruhig geht er durch die Tischreihen und gibt jedem Team Tipps. „An der Arbeit mit dem Robotersystem gefällt mir besonders, dass wie in der realen Welt öfter Fehler auftreten als auf dem Bildschirm, wo alles exakt ist. Das erhöht den Lerneffekt.“

Angebot im M.I.N.T.-Schwerpunkt

Die Roboter AG ist ein neues Angebot im Rahmen des M.I.N.T.-Schwerpunktes des HHG. „M.I.N.T.“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Seit vergangenem Herbst ist die Schule als „M.I.N.T.-freundlich“ zertifiziert. Vier Netter Teams können an der World Robot Olympiad teilnehmen. Drei Starter- und Erweiterungspakete mit der entsprechenden Software nahmen die Schüler aus der Hand von Oberbürgermeister Ulrich Sierau entgegen, der damit erstmals eine Teilnahme Dortmunder Schulen an der WRO ermöglicht. Ein weiteres Set finanziert der Förderkreis des Heinrich-Heine-Gymnasiums.

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