USA

"Habt ihr \u00fcberhaupt Apple?"

– Katharina Steigner über ihr Auslandsjahr in den USA

Da stand ich nun, nach bereits ca. 9 Stunden Flug, völlig übermüdet und die netten Beamten am Flughafen in Seattle fragend "Wie, mein Koffer ist nicht unter den Gepäckstücken?" Noch wenige Minuten zuvor hatte ich aufgeregt auf die Skyline geblickt und nun eröffnete man mir, dass mein Koffer scheinbar ein wenig länger als ich in Amsterdam geblieben war. Ich hatte leider einen Flug über Amsterdam nach Seattle und dann erst nach Bellingham nehmen müssen, wobei die Anschlussflüge sehr nah beieinander langen und wenig Zeit für das Umladen des Gepäcks übrig blieb. So flog ich ohne dieses weiter, hatte jedoch glücklicherweise das "Notfallpaket" (Zahnbürste, etc.) in meinem Handgepäck, sodass ich die ersten paar Tage überlebte, bis mir der Rest aus Amsterdam folgte.

Schon mal ein guter Start, dachte ich mir zunächst, doch es sollte sich wirklich bessern. Die Schule schien mir zunächst nur minimal anders als ich es aus Deutschland gewohnt war, jedoch nach und nach bemerkte ich die Unterschiede: Die Lehrer waren alle sehr offen was ihr Privatleben anging und so verbrachte man des Öfteren einen Teil der Stunde damit, über deren Pläne am Wochenende zu plaudern oder sich amüsante Geschichten aus ihrem Alltag anzuhören. Meine Mitschüler waren allesamt sehr offen mir gegenüber und fragten munter drauf los, wobei ebenfalls Fragen wie "habt ihr überhaupt Apple" oder ob wir Weihnachten feiern würden auftauchten. Meine Fächer stellten sich als äußerst amüsant und interessant heraus. So verliebte ich mich natürlich sofort in das Fach Fotographie, in welchem ich immer besser wurde und auch nun immer noch meinen Spaß habe.

Meine Gastfamilie unterstützte mich so gut sie konnten und so blieb ich statt des geplanten halben Jahres ein ganzes, was möglicherweise ebenfalls mit meinen neu gewonnenen Freunden zu tun hatte, da ich sonst nicht die Möglichkeit gehabt hätte, sie als wirklich gute Freunde selbst nach meiner Rückkehr zu behalten.

Die Sprache stellte zu meiner Verwunderung kein großes Problem dar, obwohl mir immerzu gesagt wurde, in Amerika würde man niemanden verstehen. Ab und zu traten natürlich ein paar sprachliche Missverständnisse auf, so würde ich jedem raten, niemals nach einem Radiergummi mit dem Wort "rubber" zu fragen, da dies etwas ganz anderes bedeutet...

Alles in allem war mein Jahr ein voller Erfolg und es wird sicherlich nicht das einzige Mal bleiben, dass ich in Bellingham zugegen sein werde. So plane ich nächsten Sommer meine Freunde und Gastfamilie dort zu besuchen.

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