Coaching

Das Coaching-Projekt am HHG

Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.
Galileo Galilei 

Galileo

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die dazu führen, dass Schüler und Schülerinnen Probleme mit den Anforderungen haben, die die Schule an sie stellt. Diese reichen von persönlichen Schwierigkeiten bis zu regelrechtem Lernversagen in Stresssituationen.

Deshalb gibt es seit etwa vier Jahren das Coaching-Projekt an unserer Schule, das Schülern und Schülerinnen helfen soll, trotzdem erfolgreich die Schullaufbahn zu absolvieren. Dieses Projekt ist zur Zeit noch einzigartig im RP Arnsberg.

Individuelle Ziele können sein:

  • Realistische Einschätzung der aktuellen Situation
  • eigene Ziele (durchaus längerfristig ) und kleine Schritte zur Realisierung erarbeiten
  • Stärken verstärken und Ressourcen aktivieren
  • gemeinsam mit dem Coach Lernstrategien verfolgen
  • Motivation, Selbstwirksamkeit, Selbstverstärkung, Selbstverantwortung, Selbstreflexion stärken
  • Leistungen in einzelnen Fächern steigern
  • die Versetzung schaffen
  • Unterstützungsnetzwerke aufbauen (z.B. Eltern, Lernpaten)
  • eine sinnvolle weitere Schullaufbahn überdenken
  • usw... usw

Kurzum: Steigerung des Selbstvertrauens, mehr Freude am Lernen, effektiveres und erfolgreiches Arbeiten.

Die Projektleitung bestimmt, wer in das Projekt aufgenommen werden kann, da die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze begrenzt ist. Vorschläge für die Aufnahme werden von den Klassenlehrern bzw. den Förder- und Erprobungsstufen-konferenzen unterbreitet.

Die Schüler und Schülerinnen werden von Lehrern und Lehrerinnen gecoacht, die sich freiwillig für diese Arbeit zur Verfügung stellen.

Der Coachlehrer ist für jeden in das Projekt aufgenommenen Schüler, seine Eltern, ggf. auch für die Lernpaten in allen wichtigen Fragen der erste Ansprechpartner. Er benötigt möglichst umfassende Informationen über die Entwicklung seines Coachschülers, daher informieren die Kollegen/ Kolleginnen den Coach möglichst zeitnah über alle wichtigen Auffälligkeiten (Fehlen, Unpünktlichkeit, Minderleistungen in Klassenarbeiten, Tests, Beteiligung am Unterricht, Allgemeinverhalten).

Der Coach trifft sich mit dem Schüler/ der Schülerin 1x pro Woche zu einem Entwicklungsgespräch; die Ergebnisse/ Vereinbarungen werden im Protokoll festgehalten.

Für jeden Schüler/jede Schülerin wird eine Betreuungsmappe angelegt, die der Schüler/ die Schülerin selbst führt und zu allen Gesprächen mitbringt.

Die beiden besprechen den allgemeinen Terminplan des Schülers/ der Schülerin, um wichtige Arbeitszeiten festzulegen. Die Arbeit mit einem Wochenplan wird, wenn dem Schüler/ der Schülerin noch nicht bekannt, erklärt, die Schüler füllen den Plan künftig alleine aus und bringen ihn in seiner Mappe zu den Besprechungen mit.
Die Eltern der Coachschüler werden zu Gesprächen eingeladen, nach anfänglichen Treffen bzw. bei Terminschwierigkeiten können die Elterngespräche ggf. auch telefonisch erfolgen. Wichtig ist aber die Einbindung der Eltern in den gesamten Betreuungsprozess für den Informationsfluss. Darüber hinaus sollen die Eltern auch bestimmte Aufgaben beim Coaching übernehmen (z.B. Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten, Pünktlichkeit, Arbeitsmaterialbereitstellung, ggf. Überprüfung der Vokabeln etc.).

Sie zeichnen auch wichtige Vereinbarungen in der Betreuungsmappe ab. Diese Mappe kann, wenn es gewünscht wird, auch einen eigenen Korrespondenzteil enthalten, falls eine schriftliche Kommunikation mit den Eltern über das Vereinbarungsprotokoll hinaus sinnvoll erscheint.

Der Coach bespricht im Zweifelsfall auch Schwierigkeiten in der Arbeit mit den Lernpaten, gibt ihnen Arbeitstipps und zeichnet, wie die übrigen Beteiligten, die Schwerpunkte der Lernpatenarbeit auf dem Formblatt ab.

Ebenso kann es wichtig sein, mit dem Klassenlehrer/ der Klassenlehrerin und den Fachlehrern zu sprechen bzw. das Gespräch zwischen diesen und dem Schüler/ der Schülerin zu vermitteln.

Beendigung des Coachings:

  • der Schüler hat seine Ziele erreicht, kann eigenständig weiterarbeiten
  • die Noten stehen so gut wie fest
  • oder aber: z.B. bei Unzuverlässigkeiten Brief an die Eltern über ein vorzeitiges Ausscheiden

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ingrid Kleiböhmer ( Projektleiterin und Mittelstufenkoordinatorin)

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