Begabtenförderung

JuniorAkademie 2018 Empfehlung

 Erfahrungsbericht von Abiram Pushpakanthan

• "Die JuniorAkademien NRW werden von dem Bildungsministerium des Landes veranstaltet und sollen eine Möglichkeit für hochbegabte Schüler bieten, sich mit anderen Schülern auf gleichem Niveau auszutauschen und zu lernen.
• Lernen? In den Ferien? Überall nur „Streber"?
Dies mag die meisten vielleicht auf den ersten Blick abschrecken, aber das Lernerlebnis, welches man auf einer JuniorAkademie erleben darf, lässt sich in keinster Weise mit dem des Schulunterrichts vergleichen, und auch die Leute, mit denen ihr dort eure Zeit verbringen werdet, sind alles andere als einfach nur „Nerds" oder „Streber".

Ich habe diese großartige Möglichkeit, an der Juniorakademie 2018 teilzunehmen, bekommen. Natürlich habe ich sofort eingewilligt, da dies eine einmalige Chance war mein Können unter Beweis zu stellen und mich weiterzubilden. Vom 08. August bis zum 18. August 2018 waren wir in der CJD Christophorusschule untergebracht und zur Auswahl standen die Kurse Astrophysik, Molekulare Biomedizin als auch Forensik, an dem ich teilnahm. Bereits im Voraus konnten wir uns in einem Forum mit den anderen Teilnehmern und Kursleitern anfreunden bzw. hatten die Möglichkeit bekommen uns auszutauschen. Die Eröffnungsveranstaltung fand in der Aula des CJDs statt, welche eher einem Konzertsaal ähnelte. Die Akademieleitung und die jeweiligen Kursleiter stellten sich vor und erläuterten den Zeitplan. Mein Stundenplan könnt ihr/können Sie in den Fotos sehe, aber eines kann ich schon sagen, er war recht vollgestopft mit vielen Angeboten, Lerneinheiten und Ausflügen.

Die ganze Akademie stand unter dem Motto: „Die Akademie ist was du aus ihr machst!“ was nachträglich wirklich so zu verstehen war, schließlich war die Teilnahme an jeglichem Programm außerhalb der Kursblöcke freiwillig und fast komplett frei von den Teilnehmern gestaltbar. So kam z. B., in Vorbereitung auf die Abschlussdisko am letzten Abend, ein Tanzkurs als KüA Angebot (kurz für kursübergreifende Angebote) zustande, der nahezu von allen besucht wurde, wodurch die besagte Disko am nächsten Abend deutlich belebter und stimmungsvoller als erwartet ausfiel. Alle Teilnehmer der Akademie waren sehr nett und jeder war stets hilfsbereit. Hatte man ein Problem oder wusste man nicht weiter, haben sich alle zusammen getan und haben anschließend eine Antwort gefunden. Es war einfach atemberaubend! Die Atmosphäre in unserer Akademie war einfach super. In einer der vielen KüAs wurde Fußballspielen angeboten. Ich und meine anderen Freunde haben dann bis 22:30 Uhr Fußball gespielt. Natürlich waren wir anschließend ausgepowert und müde. In der Villa (Ja wir wurden in einer Villa untergebracht :-) ) sind wir dann alle schlafen gegangen, damit wir fit für den nächsten Tag waren. Wir hatten nämlich sehr viele Aktivitäten vor.

Unser Hauptprojekt: Unsere kurseigene Body-Farm. Zur Erklärung: eine Body-Farm ist eine Untersuchungsmethode zur Beobachtung des Verwesungsprozesses von Leichen. Da wir aus naheliegenden Gründen keine menschlichen Leichen untersuchen konnten, beschränkten wir uns auf bereits tote Ratten. Diese beobachteten wir über den gesamten Akademieaufenthalt und notierten den Verlauf der Verwesung. Entscheidend war die Art der Verwesung. So präparierten wir die Ratten am ersten Tag z.B. als Wasser- oder Brandleiche, wieder andere wurden vergraben oder luftdicht abgeschlossen und eine sogar aufgehängt, was zu einem besonders grotesken Anblick führte (siehe Bilder). Am sechsten Tag fand der „Tag der Rotation“ statt, bei dem jeder Kurs seine bisherigen Ergebnisse den anderen Kursen vorstellte. An einem Mittwoch kam dann der berühmte Forensiker Mark Benecke, was zugleich den eigentlichen Höhepunkt der Akademie als auch das Ende der Body-Farm bedeutete. Nach seiner Rede hatten wir auch Zeit bekommen mit Ihm Fotos zu machen. Die Tage vergingen sehr schnell und es war Zeit uns für die Abschlussfeier vorzubereiten. Wir haben verschiedene Präsentationen vorbereitet, welche wir dann unseren Eltern und andere Gäste, die zur Abschlussfeier gekommen waren, vorgestellt haben.
Danach wurden uns unsere Urkunden überreicht und es war die Zeit gekommen uns zu verabschieden. Es war sehr schwer mich von der Akademie zu verabschieden, aber dennoch war ich froh meine Eltern zu sehen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Juniorakademie sehr schön und sehr positiv verlaufen ist. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und habe viele neue Leute kennengelernt. Ich empfehle Jeden, der die Möglichkeit bekommt an der Juniorakademie teilzunehmen, dies auch zu machen.

Abiram Pushpakanthan

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